Tauchkurs Sommer 2013 im Trainingslager am Plansee

Nieselregen, Kälte und keine Sonne in Sicht – so empfing der Plansee am frühen Freitagabend die nach und nach eintreffenden Tauchschüler und Tauchlehrer des DTSA*-Lehrgangs und bestätigte so alle bereits im Vorfeld geschürten Befürchtungen. Das erste Zelt stand bereits unter Wasser und die restlichen mussten bei Regen aufgebaut werden. Auch wenn der Regen später am Abend aufhörte, ging man voll düsterer Vorahnungen recht früh schlafen.

 

Aber dann die Überraschung: Am Samstagmorgen fanden Frühstück und erstes Briefing bei strahlendem Sonnenschein statt. Schon begannen die ersten Eincreme-Orgien mit hohem Lichtschutzfaktor („nehmt meine Sonnencreme, auf die anderen bin ich allergisch!“ – Ute). Über allem stand jedoch die Aufregung vor dem ersten Tauchgang. Wie auch im weiteren Verlauf des Wochenendes musste ständig noch jemand (vor Nervosität?) kurz aufs Klo, wobei man auf keinen Fall vergessen durfte, selbst für Klopapier zu sorgen.


Die Angst stellte sich jedoch schnell als unbegründet heraus. Schon nach dem ersten Tauchgang wurden aufgeregt die verschiedenen Erfahrungen ausgetauscht. Und selbst die späteren Tauchgänge, bei denen nicht nur Spaß als oberstes Ziel stand, sondern auch noch Aufgaben wie Wechselatmung oder Tauchen am Zweitgerät des anderen dazu kamen, wussten die Schüler diese unter professioneller Anleitung der Tauchlehrer souverän zu meistern.

So verliefen die nächsten Tage bei großer Hitze ziemlich reibungslos. Die Leistungen steigerten sich von Tag zu Tag und Jörgs viel geübter Motivationsspruch „Mir geht es gut, Tauchen macht Spaß, das Wasser ist warm“ schien unter den gegebenen Umständen kaum nötig zu sein. Stattdessen stellten sich Probleme wie: Wie soll man bei Kuhglockengeläut und Baumfällarbeiten schlafen? Wie lange reicht unser Fleisch, so oft wie wir im Moment grillen? Wie bekomme ich mein Bier bis zum Abend wieder kalt? (kreative Lösungsvorschläge, die einen Nachttauchgang und Jackettaschen beinhalteten, wurden sofort erfolgreich ausprobiert). Wird meine Ausbildung zum DTSA* trotz des unverschämt guten Wetters anerkannt?

Und vor allem: Was ist schwieriger, Uran anzureichern oder einen Menschen zu klonen?

Schon völlig beansprucht von so vielen Fragen, mussten die Tauchschüler noch dazu gerade bei den letzten Tauchgängen unglaublich viele Eindrücke verarbeiten. Ob beim Nachttauchgang mit schwimmenden Kerzen bei Vollmond, bei dem endlich auch viele Krebse gesichtet wurden, beim Tauchen in großen Barschschwärmen und zu Indianertipis oder beim Frisieren vor dem Spiegel in 10m Tiefe, jeder Tauchgang hatte etwas Besonderes zu bieten.


So erhielten nach einigen sehr schönen wenn auch anstrengenden Tagen alle sieben Teilnehmer des Kurses erschöpft, aber auch glücklich und ein bisschen stolz ihre Urkunden über den bestandenen Bronzekurs.

 

Großer Dank für die tolle Ausbildung gilt Jörg, Claudia, Stefan, Hajot und Ute
und außerdem Katrin, Lena und Julian (aka Klopsi) für das gute Entertainment J

P.S.: Details zum Tauchkurs inkl. Ablauf sind über diesen Link zu finden

 

"It's much better

down there."

 

The Big Blue, 1988

 

 

 

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