Tieftauchen - CWT / CNF / FIM / VW / NL

Tieftauchen

 

Beim Tieftauchen unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Disziplinen, wie man in die Tiefe gelangen kann, wobei nur die ersten drei offizielle Wettkampfdisziplinen sind gemäß AIDA.: CWT / CNF / FIM

 

 

 

 

 

 

No Limit Tauchgang im Roten Meer - Foto: DFA

 

Constant Weight - mit und ohne Flossen - (1) CWT / (2) CNF

Der Taucher muss mit eigener Kraft hinabtauchen – darf soviel Blei mitnehmen wie er möchte – muss allerdings die gesamte Bleimenge wieder mit an die Oberfläche bringen. Nicht umsonst nennt man Constant Weight die ,,Königsdisziplin“. Als Führung dient ein Seil (das allerdings nur einmal berührt werden darf, und zwar bei der Wende) – daran ist in der angestrebten Tiefe eine Plakette angebracht, die der Taucher beim Erreichen als Beweis nach oben bringen muss.
Auch hier unterscheidet man wie bei der Dynamic: with or without fins.
(CWT = Constant Weight With Fins, CNF: Constant Weight Without Fins)
 

 

Free Immersion - (3) FIM

Oder auch ,,Immersion Libre"
Diese Disziplin ähnelt dem Constant Weight – mit dem Unterschied, dass es erlaubt ist, sich am Seil hinab- und wieder heraufzuziehen; jedoch ohne Flossen. Es ist also die Kraft der Arme ausschlaggebend.
 

 

Variable Weight - (4) VW

Der Taucher darf ein zusätzliches Gewicht von maximal 35kg für seinen Abstieg verwenden – das Gewicht bleibt jedoch unten zurück und der Rückweg muss aus eigener Kraft zurück an die Oberfläche erfolgen.
Es ist erlaubt, sich mit den Armen am Seil hochzuziehen oder mit Hilfe der Flossen hoch zu schwimmen.
Variable Weight verlangt vom Athleten viel Erfahrung, denn nach dem mühelosen Abstieg erfolgt der kräftezerrende Rückweg.
 

 

No Limit - (5) NL

Wie der Name schon sagt: bei dieser Disziplin gibt es keine Beschränkungen. Das Gewicht des Tauchschlittens, der den Taucher hinabzieht, darf beliebig gewählt werden. In der maximalen Tiefe wird ein Hebesack gefüllt, der den Taucher wieder retour an die Oberfläche bringt, d.h. die körperliche Kraftanstrengung fällt nahezu vollkommen weg – die Tauchtiefe wird von der Fähigkeit den Wasserdruck auszugleichen limitiert.
Wegen der enormen Tiefen, die derzeit erreicht werden, ist No Limit die wohl spektakulärste und bekannteste Art des Freitauchens (,,Im Rausch der Tiefe“, ,,Ocean Men“). Der Aufwand, einen solchen Versuch zu organisieren ist enorm und das Risiko eines Unfalls ist weit höher als bei den anderen Disziplinen.

Aktuelle Weltrekorde:

https://www.aidainternational.org/